10.02.2019   #NoHateSpeech

Hate Speech – Die Jahrgangsstufe 9 antwortet auf Hass

Die ersten vier Tage der Woche begannen für die 9.1, 9.2, 9.3 und 9.4 zuerst einmal mit einer Menge Liebe oder eher: Love Speech. Komplimente wurden geschrieben und ausgetauscht und schließlich an die Wand gepinnt. Von schönen Füßen bis zu einem Charakter aus Gold war alles dabei. Immerhin ist diese Hate Speech auch eine Möglichkeit, um auf Hate Speech zu antworten. Aber was ist eigentlich Hate Speech? Von den Schülerinnen und Schülern wusste dies kaum jemand vor dem Projekt zu beantworten.

 

Hate Speech ist Englisch für Hass Rede. Es ist eine sprachliche Ausdrucksweise von Hass und zielt auf das Herabsetzen von bestimmten Menschengruppe, die meist ohnehin Minderheiten sind oder von der Gesellschaft nicht angemessen behandelt werden. In einem kurzen theoretischen Teil lernten die Schüler*innen der Stufe alles über diese Definition, wie man darauf reagieren kann und anderen helfen kann.

Nicht nur „Love” ist eine Möglichkeit dafür und dem Hassredner damit den Wind aus den Segeln zu nehmen. Auch durch Ironie kann man den Gegner entwaffnen und möglicherweise hasserfüllte Diskussionen stoppen. Die Kampagne No Hate Speech Movement, die sich in ganz Europa gegen diese Reden einsetzt, hat dafür Vorschläge in Form von GIFs (animierten Bildern), die jeder sich als Kontermaterial runterladen kann. Die GIFs gehen von ernst bis total albern, aber sie sind alle geeignet, um bei der nächsten Twitterdiskussion nicht unvorbereitet zu sein.

Nun war es die Aufgabe der Schüler*innen, sich etwas zu überlegen. Nach einigen Überlegungen fingen die meisten Schüler*innen gleich an, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Es gab Material für kreative Arbeit und es konnten Fotos, Videos oder GIFs erstellt und/oder bearbeitet werden.

Der Großteil stürzte sich auf die Videobearbeitungsapp, aber auch kreative Plakate fanden ihren Weg in die Gruppenarbeit.

Nach guten zwei Stunden Arbeitszeit fand sich die Gruppe wieder zusammen und präsentierte, was erarbeitet wurde.

Egal wie verschieden, alle hatten sich mit dem Thema auseinandergesetzt und begeisterten auch die anderen mit ihren Werken.

Auch für mich als Praktikantin war die Mitarbeit an diesem Projekt eine spannende und lehrreiche Erfahrung.

 

Miia, Praktikantin an der GE Norf

 

2019-07-04T08:20:48+02:00